Aus den Rohstoffmärkten

Stand: 15.01.2026

Molkereiprodukte (weiße Linie)

Die Preise für flüssigen Rohstoff haben über die Feiertage und den Jahreswechsel stark nachgegeben. Die Produktionskapazitäten waren durch die hohen Milchanlieferungen ausgelastet. Vereinzelt wurden einzelne Partien Quark zu Sonderpreisen angeboten, um den Warendruck zu lindern. Bei Industrierahm war der Druck geringer. Die Preise für Ma-germilchkonzentrat und Industrierahm beginnen sich wieder etwas zu befestigen.

Butter

Das Kaufinteresse für Blockbutter wird als hoch beschrieben. Sicherlich trägt das aktuel-le Preisniveau zu einer Belebung bei. Auf der Einkaufsseite will man sich gerne auf län-gere Sicht eindecken. Es sollen durch die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit auch wieder vermehrt Exportgeschäfte getätigt werden.
Zuletzt wurden Preiserhöhungen durchgesetzt. Auch wird für kurzfristige Lieferungen von einer nicht ausreichenden Warenverfügbarkeit berichtet.
Die letzte Notierung in Kempten (14.01) war mit 4,10-4,50 €/kg (MaBu 25kg) unver-ändert zur Vorwoche.

Schnittkäse

Die gute Nachfrage setzt sich unverändert fort. Es besteht kein Verkaufsdruck und die Preise entwickeln sich stabil.

Eiprodukte

Die Nachfrage bleibt auf außergewöhnlich hohem Niveau! Es wird weiterhin von sehr umfangreichen Bestellmengen berichtet. Die Preise blieben überwiegend stabil. Die jüngsten Notierungen und Preisfeststellungen am deutschen Spotmarkt unterschritten leicht das vorwöchige Niveau. Wie sich die Angebotssituation weiter entwickeln wird, muss abgewartet werden, es gab im benachbarten Ausland wieder Fälle von AI in größeren Betrieben.

Haselnüsse

Die Marktaktivität nimmt zu. Viele Käufer befinden sich in einer Orientierungsphase.
Rohwarenpreise steigen wieder, da die Verkäufer nicht verkaufen wollen.
Erste Gerüchte zur Bestäubung der Sträucher werden bald erwartet.

Mandeln

Die Preise in USD geben ein wenig nach. Der US-Inlandskonsum ist weiterhin sehr
schwach. Die Verladezahlen für Dezember werden mehr Aufschluss für die Erntemenge
2025 bringen und in circa KW 7 startet die Blüte. Wir erwarten keine allzu großen
Preisbewegungen.

Sonnenblumenkerne Bakery

Die Preise auf Termin stagnieren. Lediglich prompte Lieferung ist günstiger zu kaufen.
Steigende Sonnenblumenkern-Öl Quotierungen lassen derzeit keine fallende Preise zu.

Sesamsaat

Obwohl Indien eine kleine Ernte hat, kommt der Markt nicht in Schwung.
Die Preise stagnieren seit Monaten und bleiben auf einem attraktivem Niveau.

Kürbiskerne

Der erhoffte Preisrückgang tritt nicht ein. Die Preise sind fest und tendenziell fester.
Der Großteil der Ernte befindet sich in den Händen von Zwischenhändlern und diese
geben die Rohware nicht günstiger ab. Hinzu kommt, da die Qualität A-Grade nur begrenzt vorhanden ist.

Sultaninen

Die Preise in der Türkei haben sich in den letzen Wochen deutlich reduziert, um den Export
anzuschieben. Bis zur Blüte Ende April wird sich nicht mehr viel bewegen. Bei einem guten Blütenverlauf ohne Frost, Hagel und Starkregen, werden die Preise nachgeben im Mai.
Im Februar erwarten wir die Preise aus Süd-Afrika und im März aus Australien.

Leinsaat

In Kasachstan sagt man eine gute Ernte voraus.
Die Preise sind etwas rückläufig.
Unvorhersehbar ist das Kaufverhalten Chinas, die hauptsächlich aus Russland kaufen, aber auch bereit sind höhere Preise zu zahlen.
Leinsaat aus Russland ist aufgrund der Importsteuer von 50 % und zusätzlichen 10 % Exportsteuer aktuell für die EU nicht von Bedeutung.

Blaumohn

Die Preise halten sich seit einigen Wochen sehr stabil.
Diese und nächste Woche werden den weiteren Trend der Preise zeigen.
Wir gehen davon aus, dass die Preise gleich bleiben oder leicht sinken. Von einer Preiserhöhung ist eigentlich nicht auszugehen.

Chia

Lange Vorlaufzeiten aus dem Ursprung.
Weniger gute Qualität zu bekommen, die den Analysenanforderungen der EU entsprechen. Kaum loko Ware im Markt vorhanden.

Ananas

Einige Fabriken wollten die günstigen Frachtraten nutzen und bieten einzelne Partien trotz knapper Rohware zu interessanten Preisen an. Ebenfalls wird damit versucht auf die schwache Nachfrage aus den USA zu reagieren und Cashflow zu generieren. Vor dem bevorstehenden Chinese New Year haben diese Versuche nun allerdings wieder abgenommen.
Dole wiederum kann bestehende Kontrakte aufgrund der fehlenden Verfügbarkeiten nicht bedienen und ist derweil kein Anbieter. Wir sind darauf vorbereitet mit der Möglichkeit die BÄKO-Eigenmarke als möglichen Ersatz anzubieten.

Aprikosen

Uns ist es bei der BÄKO-Eigenmarke gelungen die Preissteigerungen aufgrund gestiegener Kosten über die Menge zu kompensieren. Der Markt ist knapp aufgrund der fehlenden Mengen aus Griechenland. Mit dem Eintreffen der ersten Container aus Südafrika rechnet man Anfang Februar.

Äpfel

Die Ernte fiel in Polen sowie Italien besser aus als erwartet. Man sieht eine leichte Entspannung der Preise. Die Ernte in Deutschland ist sehr gut ausgefallen, so dass diese hervorragende Qualität überwiegend in den Einzelhandel verkauft wird. Hinzukommt, dass die deutschen Lohnkosten deutlich höher sind im Vergleich zu anderen Ursprüngen. Im Bereich der Konserve gibt es aus Polen aktuell nur begrenzte Mengen in Tranchen. Aufgrund der Feiertage bis in die KW2, der Schneelage in Polen zu Beginn des Jahres sowie einer späteren Ernte im Vergleich zum Vorjahr verschieben sich die ersten Lieferungen.

Brombeeren

Die Situation bleibt unverändert.

Erdbeeren

Unveränderte Situation.

Heidelbeeren

Es gibt kaum Mengen aus Osteuropa und die Preise sind sehr hoch. Aufgrund der langanhaltenden Trockenheit verzeichnet auch Kanada ca. 50 % geringere Ernte im Vergleich zum Vorjahr. Die Mengen bei Kulturheidelbeeren werden immer weniger und die Nachfrage ist höher durch den starken Preisanstieg der Wildheidelbeeren.

Himbeeren

Preise weiterhin steigend. Warenverfügbarkeit könnte ab März / April 2026 knapp werden.

Mandarin-Orangen

Die Ernte in Spanien fiel schwächer aus als erwartet. Die Fabriken prüfen derzeit kritisch die Verfügbarkeiten. In China steht der Pack vor dem Abschluss ohne nennenswerte Neuigkeiten. Wie erwartet haben sich die Preise für türkische Ware aufgrund der Nachfrage aus den USA befestigt.

Pflaumen

Es wird empfohlen, den Bedarf langfristig abzusichern, um Engpässe zu verhindern.
Im Bereich der Konserve ist kaum mehr Ware auf dem Markt verfügbar. Die Nachfrage hat im Vergleich zum Vorjahr stark zugenommen und die Preise steigen.

Sauerkirschen

Aktuell ist wieder Bewegung im Markt spürbar und die Preise gehen leicht wieder nach oben.

Rhabarber

Preise entspannen sich leicht. Man sollte seinen Bedarf für Q1/26 im Auge behalten.

Zucker

Die Zuckerkampagne ist in Deutschland gut angelaufen und die Verarbeitung ist sehr stabil.
Trotz der wechselhaften Wetterbedingungen, ein nasser Frühsommer gefolgt von einer Trockenphase, werden gute Rübenerträge mit hohen Zuckergehalten erzielt.